Im Beitrag wird die Möglichkeit untersucht, den Zustand des Eisenbahnunterbaus mithilfe des Längshöhensignals und der Power Spectral Density (PSD) zu bewerten. Grundlage ist die Annahme, dass unterschiedliche Wellenlängenbereiche des Signals Rückschlüsse auf verschiedene Gleiskomponenten zulassen. Anhand von 51 untersuchten Abschnitten wurde der Effekt von Untergrundsanierungen (maschinell mittels AHM durchgeführt) analysiert (AHM – Gleisbaumaschine für die Unterbausanierung). Die Ergebnisse zeigen, dass AHM-Einsätze, insbesondere in den langwelligen Bereichen, eine deutliche Reduktion der PSD-Werte bewirken, während kurzwellige Bereiche teils weniger konsistent reagieren. Zudem deuten Beobachtungen darauf hin, dass bestimmte kurzwellige Wellenlängenbereiche sensibel auf den Zustand des Schotterbetts reagieren. Die bisher vorherrschende Annahme, dass Auffälligkeiten im Wellenlängenbereich von 25 bis 70 m auf Probleme im Unterbau hinweisen, kann somit bestätigt werden. Weitere Untersuchungen können damit auf diesen Auswertungen aufbauen.