Die Studie analysiert außerplanmäßige Instandhaltungskosten einer Hochgeschwindigkeitsflotte über 16 Jahre auf Basis von mehr als 2 Mio. Buchungen. Mittels linearer Regressionsanalyse nach der Methode der kleinsten Fehlerquadrate (OLS) wird auf Flottenebene gezeigt, dass die inflationsbereinigten Kosten mit dem Fahrzeugalter signifikant ansteigen. Die anschließende Disaggregation in 19 Hauptproduktgruppen nach EN 15380-2 macht jedoch deutlich, dass dieser Trend aus unterschiedlichen subsystemspezifischen Verläufen resultiert. Während Klimatisierung, Fahrzeugverbindungseinrichtungen und Türen/Einstiege deutliche Alterstrends aufweisen, zeigen sicherheitsrelevante Komponenten wie Fahrwerk und Bremse keinen signifikanten Kostenanstieg. Als Erklärung werden unterschiedliche Instandhaltungsstrategien diskutiert. Die Ergebnisse bieten eine empirische Grundlage für komponentenorientierte Instandhaltungsplanung und Prognosemodelle der außerplanmäßigen Kostenentwicklung über den Lebenszyklus.