Madison Air übernimmt ebm-papst
Übernahme von ebm-papst durch Madison © ebm-papst
Die ebm-papst Gruppe („ebm-papst“) und der US-Konzern Madison Air („Madison“, NYSE: MAIR) haben Mitte August die Übernahme von ebm-papst durch Madison bekannt gegeben. Die Gesellschafterfamilien von ebm-papst haben eine entsprechende Vereinbarung mit Madison Air, einem globalen Anbieter von Luftqualitätslösungen, zur Übertragung ihrer Anteile unterzeichnet. Mit Madison gewinnt ebm-papst einen langfristig orientierten neuen Eigentümer mit hoher Innovationskraft und operativer Skalierungserfahrung, um sein Wachstum zu beschleunigen. Umgekehrt erhält Madison mit der Partnerschaft Zugang zu innovativer Lufttechnologie und höchst attraktiven Märkten, vor allem in Europa, und kann damit sein Geschäft außerhalb Nordamerikas weiter skalieren. Im Rahmen der Transaktion wird ebm-papst mit 5,1 Milliarden Euro bewertet (Enterprise Value).
Madison Air ist ein führender Anbieter von hochentwickelten Luftqualitätslösungen für geschäftskritische Anwendungen. Mit seinen marktführenden Marken bedient das Unternehmen eine breite Kundenbasis in verschiedenen Endmärkten, darunter das Gesundheitswesen, industrielle Hochleistungsfertigung, Reinräume, Rechenzentren und Wohngebäude. ebm-papst ergänzt dieses Portfolio künftig mit seiner Ventilations- und Motorentechnologie, seiner Ingenieurkompetenz und seiner hervorragenden Reputation bei Kunden vor allem in Europa uns Asien.
Madison Air macht den weit überwiegenden Teil seines Geschäfts im Heimatmarkt USA und erhält über ebm-papst neue Marktzugänge auf dem europäischen Kontinent.
Madison Air will ebm-papst mit seinen weltweit mehr als 13 000 Mitarbeitenden, davon rund 5 800 in Deutschland, langfristig stärken und steht für zusätzliche Investitionen bereit. Mulfingen bleibt Hauptsitz der Unternehmensgruppe sowie bedeutender Forschungs-, Entwicklungs- und Produktionsstandort. Die Transaktion hat keine Auswirkungen auf bestehende arbeitsrechtliche Verpflichtungen sowie tarifliche Regelungen und Betriebsvereinbarungen.
Die Transaktion steht unter dem Vorbehalt regulatorischer Freigaben und üblicher Vollzugsbedingungen. Der Vollzug der Transaktion wird gegen Jahresende 2026 erwartet.