25 Jahre ICE in die Niederlande
ICE 3neo in Amsterdam Centraal – Hauptbahnhof Amsterdam © Deutsche Bahn AG / Michael Neuhaus
Deutsche Bahn (DB) und NS International feierten Ende Oktober das 25-jährige Bestehen der deutsch-niederländischen Kooperation mit einer gemeinsamen Veranstaltung im niederländischen Amersfoort.
Das klimafreundliche Reisen mit der Bahn zwischen Deutschland und den Niederlanden erfreut sich großer Beliebtheit: Rund 30 Millionen Fahrgäste waren seit dem Start der Verkehre im November 2000 im ICE zwischen beiden Ländern unterwegs. Das Jubiläum begehen die Partner mit einer Ticketaktion: 25 000 zusätzliche Sparpreise und Supersparpreise Europa ab 19,99 Euro sind bis Mitte November für Fahrten zwischen Deutschland und den Niederlanden erhältlich.
Anfang November 2000 startete eine Direktverbindung des „ICE International“ zwischen Köln und Amsterdam. Durch den Einsatz von mehrsystemfähigen ICE-Zügen, die mit den unterschiedlichen Strom- und Signalsystemen in beiden Ländern kompatibel waren, entfiel der bisher notwendige, zeitaufwändige Lokwechsel an der Grenze in Emmerich. Der erste ICE zwischen Amsterdam und Frankfurt fuhr bereits im Dezember 2002 über die damals neue Hochgeschwindigkeitsstrecke Köln-Rhein/Main. Die Fahrtzeit zwischen Frankfurt und Amsterdam sank unter vier Stunden – 80 Minuten schneller als zuvor. Seitdem entwickelte sich der grenzüberschreitende Fernverkehr zwischen den beiden Nachbarländern äußerst positiv: Zwischen Frankfurt und Amsterdam fahren die Züge mittlerweile bis zu acht Mal am Tag pro Richtung im Zweistundentakt.
Hinzu kamen im Laufe der Jahre weitere ICE-Verbindungen: Amsterdam ist heute unter anderem von Frankfurt/Main, Köln, Düsseldorf, München, Stuttgart sowie neu Berlin und Hannover direkt mit dem ICE erreichbar.
Fahrzeugseitig folgte im Juni 2024 pünktlich zum Start der Fußball-EM ein weiterer Meilenstein im internationalen Fernverkehr: Die DB setzte in die Niederlande und nach Belgien auf Verbindungen von/nach Frankfurt (Main) erstmals das neueste Flaggschiff der ICE-Flotte ein: den ICE 3neo. Die modernsten und innovativsten Züge der DB ersetzten damit schrittweise die störanfällig gewordene Vorgängerbaureihe. Der ICE 3neo zeichnet sich durch eine besonders hohe Zuverlässigkeit aus: Fahrzeugbedingte Zugausfälle konnten seit dem Einsatz dieses Zuges auf den Verbindungen Frankfurt–Brüssel und Frankfurt–Amsterdam deutlich reduziert werden.
Zwischen Berlin und Amsterdam erfolgt die Umstellung auf den modernen ICE 3neo schrittweise: Am 24. September fuhr erstmals der ICE zwischen Berlin und Amsterdam. Seit Mitte Oktober werden bereits zwei Drittel der Verbindungen mit ICE-Komfort angeboten. Ab 1. November verkehren alle Direktzüge dieser Strecke als ICE und ersetzen vollständig die in die Jahre gekommenen Intercity-Züge. Die Verbindung Berlin–Amsterdam verkehrt je Richtung sechs Mal täglich im Zweistundentakt in rund sechs Stunden Fahrzeit. Zusätzlich fährt ein Zug pro Tag und Richtung zwischen Hannover und Amsterdam.
Alle ICE halten zudem in Osnabrück, wo beispielsweise per Umstieg auch Bremen und Hamburg komfortabel angebunden sind.