Aufgrund der sich häufenden Störungen und Baumaßnahmen im deutschen Schienennetz werden Sanierungsmaßnahmen zunehmend gebündelt und im Rahmen von Streckensperrungen als Generalsanierungen geplant und umgesetzt. Anhand der Generalsanierung der Riedbahn wurden die Auswirkungen einer solchen Sperrung auf das Mobilitätsverhalten und die Verkehrsströme untersucht. Die Ergebnisse zeigen, dass die durch die Vollsperrung ausgelöste Veränderung alltäglicher Mobilitätsroutinen die gesellschaftliche Akzeptanz dieser Generalsanierung nicht negativ beeinflusste. Während der Generalsanierung konnten zwar eine signifikante Verlagerung des Schienenpersonenfern- und den Schienengüterverkehrs von der Riedbahn auf alternative Strecken sowie eine signifikante Zunahme des Busverkehrs als Ersatz für den Schienenpersonennahverkehr nachgewiesen werden. Diese wird jedoch mit der Wiederaufnahme des Betriebs auf der Riedbahn umgekehrt und weist auf Flexibilität bei den Verkehrsbeteiligten und der Routenwahl hin.