Historisch gewachsen wird der Verschleiß- und Schädigungsfortschritt im mechanischen Bereich der Schienenfahrzeuginstandhaltung weitgehend näherungsweise als lineare Funktion von Leistungsparametern wie Kilometer-Laufleistung oder Betriebszeit angenommen. Präventive, zustandsbezogene oder prädiktive Instandhaltungen folgen weitgehend auch dem linearen Prognosemodell. In der Praxis mehren sich Anzeichen dafür, daß Verschleiß- und Ausfallcharakteristiken in bestimmten Beanspruchungskombinationen häufig nichtlinearen Verläufen folgen. Mit den heute zur Verfügung stehenden Methoden der Sensortechnik zur Zustandserfassung und der physikalischen Modellierung können auch nichtlineare Verläufe erfasst und prognostiziert werden. Dafür werden Beispiele vorgestellt und Schlussfolgerungen für die Instandhaltungsplanung abgeleitet, um die Prognosesicherheit des Schädigungsfortschritts zu erhöhen.