Die Gleislagestabilität ist ein zentrales Qualitätsmerkmal der Eisenbahninfrastruktur. Sie beschreibt die Fähigkeit eines Gleises, seine geometrische Lage über die Betriebsdauer hinweg unter dynamischen Belastungen sowie klimatisch wechselnden Einflüssen zu bewahren. In der Praxis entscheidet die Gleislagestabilität über Sicherheitsreserven, zulässige Geschwindigkeiten und den Umfang der erforderlichen Instandhaltungsmaßnahmen (Bild 1). Steigende Verkehrsbelastungen und der Klimawandel verschärfen die Anforderungen an Planung, Bau und Instandhaltung der Eisenbahninfrastruktur und erfordern sowohl robuste technische Lösungen als auch ein intelligentes, datengetriebenes Infrastrukturmanagement.