Verdachtsfälle von geschädigten Radsatzlagern aufgrund auffälliger Geräusche im Betrieb stellen das Instandhaltungspersonal vor große Herausforderungen. Zwar liefern akustische Auffälligkeiten im Fahrbetrieb wichtige Hinweise auf mögliche Schäden am Fahrzeug, die korrekte Zuordnung von Geräuschen zur jeweiligen Komponente ist in der Praxis jedoch schwierig. Dies birgt die Gefahr von Fehlinterpretationen und unnötigen Instandhaltungsmaßnahmen. Hier setzt das Radsatzlagerdetektionsgerät, kurz RSLG-DG, an: Es bietet die Möglichkeit, den Zustand von Radsatzlagern an stehenden Fahrzeugen zu prüfen. Dabei kombiniert es ingenieurstechnisches Know-how mit KI-basierten Analysemethoden und ermöglicht so eine exakte Schadenserkennung. Das System ist auf Basis einer Kooperation zwischen DB Systemtechnik GmbH und TÜV Rheinland InterTraffic GmbH entstanden und für den Einsatz im Bahnbetrieb validiert.