Die Gestaltung von Schienenfahrzeugen im universellen Design (UD) kann besonders im Schienenpersonennahverkehr (SPNV) zu einer Erhöhung der gesellschaftlichen Teilhabe beitragen. Im Rahmen einer Datenerhebung wurde evaluiert, wie UD im deutschen SPNV aktuell bereits umgesetzt ist und welche Schritte für die weitere Umsetzung erforderlich sind. Im zweiten Teil dieser Veröffentlichungsreihe liegt der Betrachtungsschwerpunkt auf der Gestaltung des Fahrgastraums für den Aufenthalt im Fahrzeug während der Reise. Es konnte festgestellt werden, dass die Anforderungen verschiedener Fahrgastgruppen in vielen Regionalzügen bereits Berücksichtigung finden. Insbesondere Mehrzweckbereiche, Rollstuhlbereiche und Familienbereiche erhöhen den Grad der gleichberechtigten und flexiblen Nutzung. Für eine bessere Umsetzung des UD wäre eine konsequente gleichberechtigte Nutzung stärker zu berücksichtigen, bei der alle Fahrgäste zu möglichst allen Bereichen des Fahrzeugs einen gleichberechtigten Zugang erhalten. Die Gestaltung eines solchen Zuges ist die Hauptaufgabe des DZSF-Forschungsprojekts „Modellierung eines Regionalzuges im universellen Design“.