Wenn die Weiterfahrt eines spurgeführten Fahrzeugs nicht mehr möglich ist, z. B. aufgrund eines „heißen“ oder „kalten“ Ereignisses im Fahrzeug oder im Bereich des Fahrwegs, ist ein geeignetes Evakuierungs- und Rettungskonzept für alle Beteiligten maßgeblich für die Personensicherheit. Dabei muss eine schnelle Selbst- und/oder Fremdrettung der Fahrgäste gewährleistet werden. Um alle sicherheitsrelevanten Aspekte zu erfassen ist eine systemübergreifende und risikobasierte Betrachtung des jeweiligen Transportsystems erforderlich. Im Beitrag wird anhand zweier signifikant unterschiedlicher Transportsysteme, nämlich die gleisbezogene Bahn und die aufgeständerte Monorail, beispielhaft die Thematik bezüglich möglicher Evakuierungs- und Rettungskonzepte erörtert. Dazu werden die baulichen und betrieblichen Unterschiede vorgestellt und weitergehend die Auswirkungen von Ereignissen risikobasiert bewertet. Es werden bisher realisierte, aber auch mögliche Maßnahmen zum Erreichen der in der Regel mittels Normen definierten Restrisiko-Akzeptanz anhand von Beispielen aufgezeigt. Im Teil 1 des Artikels werden die Verkehrssysteme, das Evakuierungs- und Rettungskonzept, die Regelwerke und die risikobasierte Betrachtung behandelt. Im Teil 2 werden Beispiele zur Bewertung von Risiken und die Anforderungen zum Sicherheitsnachweis erörtert und es wird ein Ausblick auf weltweit mögliche Entwicklungen von Monorails gegeben.