Mit instrumentierten Güterzügen auf der Strecke Padua-Köln sind bremsrelevante Messgrößen erfasst worden. Es zeigten sich starke länderspezifische Unterschiede zwischen Deutschland, Österreich und Italien, wobei insbesondere die wesentlich höheren maximal auftretenden Bremsleistungen in Deutschland verglichen mit den anderen Ländern nicht verwundern. Häufige unerwartete Anhaltevorgänge durch erratischen Fahrplan müssen dazu führen. Demgegenüber sind individuelle Unterschiede zwischen den Lokführern als auch zwischen Flachland und Steilstreckenbetrieb geringer. Die Steilstrecke profitiert vor allem von der geringeren Ausgangsgeschwindigkeit gegenüber dem Flachland. Da bisher sehr wenige Messergebnisse mit mit Verbundsohlen ausgerüsteten Plangüterzügen vorliegen, sind diese Auswertungen sehr wertvoll und im Zusammenhang mit der aktuellen Radbruchproblematik im Schienengüterverkehr weiter zu erfassen.