2024 wurde der 150. Geburtstag eines Erfinders aus Wismar gefeiert, der die Eisenbahn-Branche revolutionierte. Karl Scharfenberg entwickelte ein System, das Eisenbahnwaggons sicher und starr miteinander verband und so ein wesentliches Problem im Schienenverkehr löste. Dank seiner Erfindung waren Transportunternehmen in der Lage, Züge automatisch, ohne menschliches Eingreifen in den Berner Raum (Bereich zwischen zwei sich berührenden Fahrzeug-Enden), zu verbinden. 1903 ließ Karl Scharfenberg seine Erfindung patentieren. Seitdem haben Scharfenberg-Kupplungen die Arbeitssicherheit verbessert und die Zugzusammenstellung beschleunigt. Tausende von Kupplungskonstruktionen mit diesem Prinzip sind erfolgreich im Einsatz. Nun arbeitet Europa erfolgreich an einer Migration des Scharfenberg-Prinzips, der Variante Typ 10, im Schienengüterverkehr. Die große Zahl an Güterwagen im Betrieb erfordert ein validiertes Design, wie es in der Automobilindustrie zu finden ist. Der Beitrag gibt einen Einblick in die Herausforderungen der Entwicklung der Digitalen Automatischen Kupplung (DAK) zur Serienreife.