Die Integration von Umweltwirkungen in das Life-Cycle-Management (LCM) der ÖBB-Infrastruktur AG markiert einen bedeutenden Fortschritt in der nachhaltigen Bewertung von Infrastrukturmaßnahmen im Rahmen des Werkzeugs LCM:assistent. Aufbauend auf den etablierten Säulen Life-Cycle-Engineering (LCE), Life-Cycle-Costing (LCC) und dem operativen LCM wurde eine vierte Dimension ergänzt: die systematische Berücksichtigung ökologischer Effekte mittels Life-Cycle-Assessment (LCA). Durch die Erweiterung und Harmonisierung der Ökobilanzierungen für zentrale Infrastrukturkomponenten kann ein umfassendes Bild ihrer Treibhausgasemissionen über den gesamten Lebenszyklus hinweg erstellt werden. Die Monetarisierung und damit ermöglichte Verknüpfung mit bereits vorhandenen technischen und wirtschaftlichen Daten ermöglicht eine gesamtheitliche Erneuerungs- und Erhaltungsplanung. Die Einführung einer modular aufgebauten, aktualisierbaren LCA-Datenbank stellt sicher, dass Umweltwirkungen flexibel an Veränderungen wie etwa innovative Bau- oder Herstellungsprozesse angepasst werden können.