Aufgrund steigender Anforderungen an die Eisenbahninfrastruktur sind präzise Zustandsanalysen wichtig, um Komponentenausfälle zu reduzieren. Durch die Analyse von Gleismessdaten ermöglicht die Fraktalanalyse eine Zustandserfassung einzelner Komponenten. Dafür wird ein Fenster von 150 m über das detektierte Längshöhensignal gelegt, um an jeder Position fraktale Dimensionen zu bestimmen. Diese Methode erfasst Schotterbett und Unterbau gleichzeitig, erschwert aber wegen der großen Einflusslänge die Lokalisierung von auftretenden Einzelfehlern im Schotterbett. Die Untersuchung von 114 lokalen Schwachstellen im Schotterbett zeigt, dass die Fraktalanalyse mit verkürzter Einflusslänge die Fehlererkennung deutlich verbessert. Die modifizierte Fraktalanalyse mit kürzerer Einflusslänge kann eine ursachenorientierte Instandhaltung fördern und die Ressourcenverteilung optimieren, sowie unerwartete Ausfälle und damit verbundene Kosten reduzieren.